Arzneimittelsicherheit: Verbraucher wollen Beratung
(fast) Geht es um die Beratung und Aufklärung zu Arzneimitteln, vertrauen die Deutschen vor allem dem Arzt, gefolgt vom Apotheker. Andere Quellen wie das Internet spielen dagegen kaum eine Rolle. Das zeigt eine aktuelle Studie von IKK classic und F.A:Z.-Institut.
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Für die Studie wurden 1007 Bürger ab 18 Jahren zu verschiedenen Arzneimittelthemen befragt. 88 Prozent der Befragten vertrauen auf ihren Arzt als wichtigstem Ratgeber bei der Medikation. Danach folgen die Apotheker mit 54 Prozent. Weit abgeschlagen im Ranking der Verbraucher sind dagegen Internet-Foren, Social Media, Blogs und die Pharmaindustrie. Für nur jeweils vier Prozent sind Empfehlungen aus diesen Quellen beim Kauf und der Einnahme von Medikamenten relevant.
Die Studie macht zudem deutlich, dass die Verbraucher eine intensive Beratung über Wirkungen und Risiken von Arzneimitteln vermissen. Über ein Drittel (35 %) kritisiert, dass Ärzte häufig zu wenig beraten. Auch wird moniert, dass die Mediziner oft unter dem Einfluss der Pharmaindustrie stehen. 69 Prozent sind daher der Meinung, dass der Einfluss der Hersteller reduziert werden sollte.
Das Angebot an Arzneimitteln insgesamt bewerten 51 Prozent der Teilnehmer als zu unübersichtlich. Die eigene Arzneimittelversorgung stufen die meisten jedoch als überwiegend positiv ein: 80 Prozent sind mit der Heilwirkung eingenommener Präparate zufrieden. 82 Prozent geben an, bislang persönlich bei Medikamenten noch nie Erfahrungen mit unerwünschten Wirkungen gemacht zu haben. Trotzdem sind 80 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Arzneimittelsicherheit immer Vorrang vor Kostenaspekten haben sollte.
26.01.12
Quelle: IKK classic