Homöopathie: Erfrierungen

Unter einer Erfrierung versteht man eine möglicherweise irreversible Schädigung des Gewebes durch Kälteeinwirkung. Symptome sind „Frostgefühl“ in Händen und Füßen, die Empfindung, zu kleine Schuhe zu tragen und blaurote Flecke.

© Josh Laverty / istockphoto.com

Besonders häufig treten Erfrierungen an kälteexponierten Körperstellen auf, zum Beispiel an den Ohrmuscheln und der Nase. Aber auch ungenügend kältegeschützte Gliedmaßen wie Finger oder Zehen sind gefährdet.

Unter Umständen tritt zugleich eine allgemeine Unterkühlung auf, oder es kommt zu lokalem Kontakt mit extrem kalten Substanzen, was als Kälteverbrennung bezeichnet wird. Unter Frostbeulen versteht man juckende und schmerzhafte Schwellungen, die durch Kälteeinwirkung entstehen.

Erfrierungen werden je nach Schwere in vier Grade eingeteilt:

1. Grad: blasse Hautfarbe, Schwellung der Hautpartie, Schmerzen
2. Grad: blau-rote Hautfarbe, Blasenbildung
3. Grad: beinahe schmerzfreies Absterben des Gewebes
4. Grad: Vereisung und völlige Gewebezerstörung

Beispiele für Einzelmittel

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Agaricus muscarius D6
wird hauptsächlich zur Vorbeugung gegen Frostbeulen angewendet, bei leichten Erfrierungen oder wenn schon entstandene Frostbeulen nachts heftig zu jucken beginnen. Agaricus fördert die Durchblutung der betroffenen Stellen.
3 x tgl. 10 Globuli für Kinder, Jugendliche und Erwachsene oder 3 x tgl. 10 Tropfen

Arsenicum album D6
brennende Schmerzen in den betroffenen Körperregionen, Kältewellen, die den Körper durchziehen und auch, wenn der betroffenen Person im Warmen nicht wieder richtig warm wird
3 x tgl. 10 Globuli für Kinder, Jugendliche und Erwachsene oder 3 x tgl. 10 Tropfen

Ruta D6
fördert die arterielle Durchblutung der betroffenen Gliedmaßen
3 x tgl. 10 Globuli für Kinder, Jugendliche und Erwachsene oder 3 x tgl. 10 Tropfen

 

Dr. Oliver Ploss

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 01/2012 auf Seite 70 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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