Richtig ernährt nach Magenverkleinerung
Wenn Diäten und Bewegungsprogramme versagen, sehen stark übergewichtige Menschen ihre letzte Hoffnung oft in einer chirurgischen Verkleinerung des Magens. Doch damit die aufwändige Maßnahme langfristig erfolgreich ist, müssen die Patienten vor und nach der Operation ihre Essgewohnheiten und ihre Lebensweise drastisch ändern.
In der Behandlung von stark übergewichtigen Patienten hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass konservative Behandlungsmethoden wie Ernährungsumstellung, Verhaltenstherapie und Bewegungsprogramm nicht immer zum Erfolg führen.
Meist lässt sich nur kurzfristig eine Gewichtsabnahme erzielen oder lediglich eine weitere Zunahme verhindern. Hat der Patient schon mehrere konservative Therapien mit anschließendem Jojoeffekt hinter sich, sinken die Erfolgschancen mit jedem weiteren Versuch gegen null.
Für adipöse Patienten mit einem Body Mass Index (BMI) über 40 und einer Reihe fehlgeschlagener Therapien empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Adipositas in ihren Leitlinien einen adipositaschirurgischen Eingriff (bariatrische Chirurgie).
Damit kann je nach Methode ein Verlust des Übergewichts von 50 bis 70 Prozent innerhalb von zwei Jahren erreicht werden. Ziel ist jedoch nicht nur die Gewichtsabnahme per se, sondern die Verbesserung der Stoffwechsellage, das Zurückdrängen von Folgeerkrankungen und die Steigerung der Lebensqualität der Betroffenen.
Operationsmethoden
Bei adipositaschirurgischen Eingriffen werden Größe und Aufnahmekapazität des Magens verringert. Bereits nach kleinen Portionen tritt so ein Sättigungsgefühl ein. Je nach Ausgangslage des Patienten kommen unterschiedliche Methoden zur Anwendung.
Das Magenband (Gastric Banding) Dabei wird ein Silikonring um den Mageneingang gelegt. Die Nahrung bleibt im Vormagen hängen, eine Sättigung tritt schon nach kleinen Mengen ein.
Der Magenbypass Hier wird ein kleiner Vormagen direkt mit dem mittleren Teil des Dünndarms verbunden. Der größte Teil des Magens und der erste Teil des Dünndarms werden so umgangen.
Die Schlauchmagenoperation Bei dieser Methode wird ein Großteil des Magens entfernt, sodass sich das Fassungsvolumen des Magens von weit über einem Liter auf 100 Milliliter reduziert.
Beate Ebbers
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 01/2012 auf Seite 56 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
