Ein Lächeln für den Magen
Ein leckeres Drei-Gänge-Menü, dazu ein, zwei Gläschen Weißwein und zum Abschluss Grappa und eine Tasse Filterkaffee. Was für den einen purer Genuss ist, bereitet dem anderen im wahrsten Sinne des Wortes Magenschmerzen. Beruhigend und entspannend kann eine Kombination aus neun Heilpflanzen wirken, berichteten Experten auf einer Veranstaltung der Firma Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH.
Über den Mund aufgenommene Nahrung gelangt über die Speiseröhre und den Speiseröhrensphinkter in den oberen Magenteil, den Speicher bzw. Fundus. Dieser ist extrem dehnbar und kann bis zu zwei Liter Nahrungsbrei aufnehmen, so Dr. Bettina Vinson von der Firma Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH.
Im unteren Magenteil (Antrum) wird der Nahrungsbrei in kleinen Portionen über den Magenausgang in den Zwölffingerdarm transportiert. Gesteuert wird der Prozess durch das darmeigene Nervensystem. Stress, Zeitdruck, Alkohol, Filterkaffee, aber auch fette Speisen können das fein austarierte System aus dem Takt bringen.
Mögliche „Störungen“ sind zum Beispiel der nicht mehr korrekt schließende Speiseröhrensphinkter, wodurch Magensäure in die Speiseröhre zurückfließen kann. Das macht sich durch ein brennend ziehendes Gefühl hinter dem Brustbein bemerkbar, das Sodbrennen. Denkbar ist auch, dass die Muskulatur im Fundus krampft oder im Antrum erschlafft. Die Folgen sind schmerzhafte Magen-Darm-Krämpfe, Völlegefühl und Blähungen.
Die Kraft der Pflanzen
Bei diesen Beschwerden, so Dr. Bettina Vinson, hat sich eine Extrakt-Kombination aus Angelikawurzel, Bitterer Schleifenblume, Kamillenblüten, Kümmelfrüchten, Mariendistelfrüchten, Melissenblättern, Pfefferminzblättern, Schöllkraut und Süssholzwurzel (Iberogast ®) bewährt. Das Präparat wird vor oder zu den Mahlzeiten eingenommen.
Verschiedene Studien zeigen, dass die enthaltenen Extrakte unter anderem beruhigend auf die Magennerven sowie entspannend auf die Muskulatur wirken und sich dabei gegenseitig ergänzen und verstärken können. Derzeit ist das Arzneimittel zur Therapie funktioneller und motilitätsbedingter Magen-Darm-Erkrankungen wie Reizmagen und -darm, Magen- und Darmspasmen und Gastritis zugelassen.
Aktuell läuft eine klinische Studie mit Patienten mit funktioneller Dyspepsie, bei denen refluxähnliche Symptome (Sodbrennen) im Vordergrund stehen. Mit den Ergebnissen ist jedoch voraussichtlich erst Anfang 2013 zu rechnen, teilte Dr. Bettina Vinson mit.
Kirsten Bechtold, Quelle: Quelle: Pressekonferenz „Lachen ist (magen)gesund“, Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH, Dublin, Oktober 2011
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 01/2012 auf Seite 50 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
