Die Haut zeigt Zeichen

Die Behandlung von Handekzemen, Neurodermitis, Psoriasis oder Rosacea ist schwierig und mit vielen Rückfällen verbunden. Neben dem Arzt ist die Apotheke eine wichtige Anlaufstelle für die Patienten. Unser Artikel gibt einen Überblick zu den Charakteristika der chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen und den wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten.

© Ulrike Neumann / istockphoto.com

Chronisch-entzündliche Hauterkrankungen haben eins gemeinsam: Neben spezifischen Medikamenten erfordern sie eine konsequente Pflege der Haut, um einer Verschlechterung des Krankheitsbildes vorzubeugen. Da die Patienten Präparate zur Pflege der Haut momentan aus eigener Tasche bezahlen müssen und deshalb regelmäßig auch in der Apotheke vorstellig werden, kommt dem pharmazeutischen Personal bei der Beratung und Betreuung eine besondere Verantwortung zu.

Das Handekzem

Epidemiologischen Studien zufolge leiden etwa sechs bis elf Prozent der Allgemeinbevölkerung unter einem Handekzem. Frauen trifft es häufiger als Männer. Neben sehr leichten gehen vor allem chronisch verlaufende Formen mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualität einher.

Ursachen und Formen
Kommen die Hände bei der Arbeit ständig mit Allergenen, Wasser, Detergenzien, Chemikalien oder trockenem Schmutz in Kontakt, steigt das Risiko, an einem Handekzem zu erkranken. Besonders gefährdet sind Berufsgruppen wie Friseure, Metalloberflächenbearbeiter oder Beschäftigte in Pflege- und Reinigungsberufen.

Auch eine atopische Disposition – eine erbliche Veranlagung für allergische Erkrankungen wie Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis – fördert das Entstehen. Anhand der auslösenden Faktoren unterscheiden Dermatologen drei Formen.

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Irritativ-toxisch Diese Variante des Handekzems wird durch mechanische, chemische und äußere Einflüsse hervorgerufen. Dazu zählen zum Beispiel ständige Feuchtarbeit oder der häufige Umgang mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln.

(Kontakt)allergisch Häufig lösen spezifische Allergene wie Chrom, Nickel oder Latex Handekzeme dieses Typs aus. (Endogen)atopisch Zu dieser Form gehören Ekzeme, die im Rahmen von Neurodermitis entstehen oder bei einer Neigung zu Asthma und Allergien.

Therapeutisches
Selbst leichte Formen von Handekzemen sollten möglichst früh behandelt werden, um einer Chronifizierung (= Hautveränderungen bestehen länger als drei Monate, in einem Jahr zwei Rückfälle) vorzubeugen.

Stefanie Fastnacht

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 01/2012 auf Seite 42 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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