Sortimente: Venenprobleme zum Problem machen
Mit Beginn der warmen Jahreszeit bekommen Venenprobleme besondere Relevanz: Betroffene leiden dann verstärkt unter den typischen Symptomen und suchen Hilfe in der Apotheke. Sortiment und Beratung rund um das Thema Venen rücken damit in den kommenden Wochen ganz besonders in das Blickfeld der Apotheke.
Immer noch werden Menschen mit Venenproblemen nicht ausreichend behandelt: Nur etwa vier von zehn Betroffenen, so hieß es jüngst auf dem wissenschaftlichen Fortbildungskongress Pharmacon in Meran, würden umfassend versorgt. Und das bei einem Leiden, das mittlerweile als Volkskrankheit gilt. Denn seit der Bonner Venenstudie, die die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie vor ziemlich genau vier Jahren, im Juni 2003, der Öffentlichkeit präsentierte, liegen umfassende Zahlen zu den Venenproblemen der Bundesbürger vor.
Die Daten der Bonner Venenstudie belegen nicht nur die große Zahl von Menschen, die adäquate Beratung rund um eine Venenproblematik benötigen (neun von zehn erwachsenen Deutschen haben Veränderungen an ihrem Venensystem). Die Ergebnisse lassen sich auch dahin interpretieren, dass Betroffene wie Ärzte eine Venenschwäche – zunächst – offenbar nicht allzu ernst nehmen. Apotheken haben deshalb gute Chancen, sich durch kompetente Beratung und adäquate Empfehlung bei ihren Kunden zu profilieren. Ihr großes Plus dabei: Sie holen Betroffene genau dort ab, wo sie Rat und Hilfe brauchen. Denn wer an heißen Tagen unter Knöchelödemen leidet, schwere Beine hat oder Wadenkrämpfe, braucht akut Hilfe.
Gabi Kannamüller
Arbeitsmaterialien
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Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 07/2007 auf Seite 24 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
