Sortimente: Das dritte Erkältungshoch naht

Der lange, milde Herbst des vergangenen Jahres war einmal mehr ein Beleg dafür: Das Wetter dürfte zunehmend auch die Apotheke hinsichtlich ihrer Planung von Sortiment und Verkaufsförderung beeinflussen. Dies gilt auch für die kommenden Wochen. Denn verlaufen Februar und März sehr mild, zeigen viele Menschen bereits erste ausgeprägte Heuschnupfensymptome – kehrt aber der Winter zurück, kann dies eine letzte Welle von Erkältungskrankheiten auslösen.

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Wie schon im Jahr zuvor zeigte sich auch der November 2011 sehr mild. Was die Heizkosten niedrig hält – den Umsatz mit Erkältungsmitteln jedoch auch. Bei einem Sortiment, das zu den Hauptumsatzbringern der Apotheke zählt, macht sich dies durchaus bemerkbar.

Umso wichtiger ist die Konzentration auf die kommenden Wochen. Denn mit Karnevalsende starten oftmals auch die Erkältungsviren ihren letzten Auftritt – und verfolgen ihre Opfer teils bis hinein in die ersten Frühlingstage.

Weshalb das Erkältungssortiment auch im Februar und März Priorität haben sollte – und das in Sicht- und Freiwahl ebenso wie in der Beratung. Rund 65 Prozent der Erkältungsprodukte, so zeigen Daten von IMS Health, werden zwischen Oktober und März verkauft, rund 35 Prozent zwischen April und März.

Statistik zeigt Umsatzhoch im Februar
Die Daten der Marktforschung belegen zudem, dass im Februar – nach ersten Umsatzhochs im Oktober und Dezember – durchaus eine dritte winterliche Umsatzspitze im Produktbereich Erkältung möglich ist.

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Dies und die Tatsache, dass Husten- und Erkältungsmittel zu den umsatzstärksten Indikationsbereichen der Selbstmedikation in Apotheken, Drogerie- und Verbrauchermärkten gehören, gelten als schlagkräftige Argumente dafür, auch im ausklingenden Winter nicht nachzulassen im Engagement der Apotheke in Sachen Erkältungsmittel.

Mitbewerber ausstechen
Darüber hinaus sollte das Engagement der Mitbewerber die Apotheken zur Aktivität motivieren. Denn neben Discountern und Drogeriemärkten will in hohem Maße auch der Versandhandel an einem möglichen vorfrühlingshaften Erkältungshoch nochmal mitverdienen und packt derzeit Erkältungsprodukte in sein Angebot.

Noch sei die Vor-Ort-Apotheke, so Marktbeobachter, bei der Abgabe von Arzneimitteln für akute Erkrankungen gegenüber dem Versand im Vorteil. Damit dies auch so bleibt, sollte sie dafür jedoch aktiv werden. Weshalb Erkältungskunden auch dann noch kompetent beraten werden sollten, wenn die Gedanken des Apothekenteams möglicherweise schon bei Sonnen- und Insektenschutz sind.

Gabi Kannamüller | am-redaktion@springer.com

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 01/2012 auf Seite 30 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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