Sortimente: Lausige Zeiten - Brücken bauen für die Beratung

Wenn nach den großen Ferien Kindergärten und Schulen ihre Pforten wieder öffnen, stellt dies Mütter und Väter oftmals recht bald vor ein Problem: Ihre Kinder haben Läuse! In dieser Situation können Apotheken sich als Problemlöser beweisen. Was am besten damit beginnt, betroffenen Eltern Beratungskompetenz zu signalisieren.

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Pediculus humanus capitis ist an sich harmlos: Die Kopflaus überträgt keine Krankheiten und lässt sich auch relativ einfach und nachhaltig beseitigen. Doch sie hat ein Imageproblem: Seit jeher werden Läuse mit mangelnder Hygiene, gar mit Verwahrlosung in Zusammenhang gebracht. Genau dies aber macht es betroffenen Eltern so schwer, offen über ihr Problem zu sprechen und es gezielt anzugehen.


Zielgruppe: vor allem Eltern mit jüngeren Kindern
Mit Schulbeginn werden Familien wieder häufiger mit dieser Situation konfrontiert. Denn Läuse „wandern“ von Kopf zu Kopf, von Haar zu Haar. Und gerade Kinder in Kindergarten und Grundschule stecken gerne ihre Köpfe zusammen. Kein Wunder, dass sie am häufigsten von der Diagnose Pedikulose betroffen sind.

Haben Kinder Läuse, ist vor allem Hartnäckigkeit gefragt. Denn einmal am Haar festgehakt, wollen die Blutsauger dort nicht mehr so schnell weg. Normale Shampoos reichen nicht aus, um die Läuse (und Nissen) zu beseitigen, nötig sind vielmehr spezielle Produkte auf chemischer sowie pflanzlicher Basis bzw. mit physikalischer Wirkung.

Gesprächsaufhänger: Deko und Plakate
Gerade in den Herbstmonaten können Apotheken betroffenen Eltern die Peinlichkeit nehmen, indem sie das Thema Läuse gezielt ansprechen: Kunden, die sich zum Beispiel auf eine Dekoration im Schaufenster beziehen können, haben damit einen Anknüpfpunkt für ein Gespräch. Und tun sich sehr viel leichter, in der Apotheke nachzufragen, was sie gegen die Läuse ihrer Kinder tun können.

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Eine Schaufensterdekoration ist deshalb ein wichtiger Aufhänger, um das Thema Läuse in den kommenden Wochen ins Gespräch zu bringen. Ein zugkräftiger Slogan („Läuse sind kein Drama!“ oder „Läusealarm? Kein Problem!“), der Hinweis auf die Beratung in der Apotheke sowie die Präsentation der für die Behandlung geeigneten Produkte zieht nicht nur die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich, sondern vermittelt auch einen Blick auf die Leistungen der Apotheke.

Wer in den kommenden Wochen bereits eine andere Schaufensterdekoration eingeplant hat, kann statt einer „Läuse-Deko“ auch ein Plakat mit einem zugkräftigen Slogan erstellen (machbar ist dies über Computer und Copy-Shop, zum Teil helfen auch die Hersteller entsprechender Produkte weiter). Dieses Plakat lässt sich in der Offizin präsentieren oder mittels Aufsteller vor der Apotheke und wird im Idealfall durch einen themenbezogenen Eye-catcher im Sichtwahlbereich ergänzt. Ein Handzettel, der der Kundenzeitschrift beiliegt bzw. das Beratungsgespräch ergänzt, rundet den Service für die Kunden ab.

Gabi Kannamüller | am-redaktion@springer.com

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 09/2011 auf Seite 30 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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