Zielgruppe Schwangere und Mütter
Vom Baby-Boom ist Deutschland zwar weit entfernt; dennoch bedürfen Aktionen für Schwangere und Stillende einer ganz besonders intensiven Vorbereitung. Und das hat seinen Grund. Denn sie sind die besten Multiplikatoren, die man sich nur wünschen kann: Frauen in freudiger Erwartung und Mütter, die sich in der Apotheke nicht nur gut beraten, sondern auch unterstützt fühlen.
Schwangere strahlen nach außen, Stillende lächeln in sich hinein – die Welt vor und nach der Geburt ist in der Theorie rosarot gefärbt, die Realität hingegen birgt für Frauen in diesen Lebensphasen zahlreiche Unsicherheiten und manchmal auch handfeste Probleme.
Bei vielen Schwierigkeiten in den 40 Wochen bis zum errechneten Geburtstermin und in den Monaten und auch Jahren danach kann sich die Apotheke als kompetenter Partner qualifizieren: Es ist mehr machbar als „nur“ der Verleih von Milchpumpen und Babywaagen.
Grundsätzliches zur Aktion
Fühlt sich die wichtige Zielgruppe „Schwangere und/oder Mütter“ in der Apotheke gut beraten, hat diese damit meistens mehr als nur eine einzige Kundin für sich gewonnen. Der Grund dafür: In Kursen zur Geburtsvorbereitung, in Still- und Krabbelgruppen ist der Informationsaustausch intensiv. Die zentralen Themen sind die Gesundheit des Nachwuchses sowie das eigene (Mehr- oder Weniger-) Wohlbefinden – und die Frage, wer bei beiden Punkten helfen und unterstützen kann.
Voraussetzung für eine gute, vertrauensvolle und dauerhafte Kundenbeziehung ist – mehr als bei allen anderen Aktionen – solides Wissen. Frauen, die ihr erstes Kind erwarten, spüren neben Vorfreude auch Unsicherheit. Noch ausgeprägter ist bei jungen Müttern die Angst, nur nichts falsch zu machen. Für Schwangere und Stillende, durch zahlreiche, oft unterschiedlich lautende Informationen von Freunden, im Internet, in Ratgebern verunsichert, sollte die Apotheke eine sichere Basis sein.
Kompetenz schafft Sicherheit
Besonderes Augenmerk sollte daher auf Teamschulungen im Vorfeld gelegt werden. Sinnvoll ist die Zusammenarbeit mit Gynäkologen, Hebammen, Stillberaterinnen – sowohl in der Vorbereitungsphase als auch während der Aktion selbst.
Sinnvoll sind zudem gezielte Fortbildungen, wie die Schulung zur „Mutter- Kind-Apotheke“ auf www.pta-interaktiv.de, oder, wenn man das Thema langfristig besetzen möchte, der Verein „Baby-freundliche Apotheke“ mit den entsprechenden Grundlagenschulungen und Fortbildungsmöglichkeiten.
Präzise Produktauswahl treffen
Die potenzielle Produktpalette ist sowohl für die Schwangerschaft als auch für die Stillzeit sehr umfangreich. Zweckmäßig und notwendig ist eine Spezialisierung auf bestimmte Themenfelder. So sollte man sich nicht nur zwischen Schwangerschaft oder Stillzeit entscheiden, sondern eventuell gezielte Akzente setzen.
Elisabeth Dartsch | elisabeth.dartsch@gmx.com
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 02/2011 auf Seite 12 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
