Zahn- und Mundhygiene: Markt setzt auf Pflegebewusstsein
Marktkenner zeigen sich trotz der angespannten Wirtschaftslage optimistisch: Produkte des täglichen Bedarfs, wozu auch jene für die Mundhygiene zählen, würden die Verbraucher, den Erfahrungen zufolge, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nachfragen. Vor allem das wachsende Bewusstsein für Pflege und Prophylaxe nährt die Hoffnung auf stabile Umsätze.
Das viertgrößte Segment im Körperpflegemittelmarkt konnte im Jahr 2008 nur ein mäßiges Plus einfahren: Lediglich 0,8 Prozentpunkte Umsatzwachstum weist die Statistik des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel e.V. für den – viertgrößten – Teilmarkt im Körperpflegemittelbereich, den Teilmarkt Zahn- und Mundpflegemittel aus, was schließlich einen Umsatz von 1,319 Milliarden Euro bedeutet.
Trotz dieses mäßigen Wachstums im vergangenen Jahr zeigen sich Marktbeobachter verhalten optimistisch. Dies begründen sie zum einen mit den erhöhten Beiträgen für Krankenversicherungen, dem steigenden Eigenanteil der Versicherten und dem allgemein zunehmenden Gesundheitsbewusstsein: Alle drei Faktoren dürften sich positiv auf das Zahnpflegebewusstsein der Verbraucher auswirken.
Die – auch diese Erfahrung hat man im Mundhygienemarkt gemacht – honorieren Qualität durchaus. Und nutzen die entsprechenden Produkte offenbar zunehmend, um die Zahnhygiene zuhause mit der Professionalität des Zahnarztes durchzuführen.
Gefragt: Produkte zur Spezialpflege
Diese Ansprüche spiegeln sich auch in der Nachfrage wider: Zahncremes für die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Zahnprobleme (z. B. für empfindliche Zähne, mit entzündungshemmender Wirkung, zur Parodontitis-Prophylaxe) werden ebenso nachgefragt wie spezielle Produkte für die professionelle Mundund Zahnhygiene.
Gabi Kannamüller (am-redaktion@springer-gup.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 08/2009 auf Seite 32 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
