Sortimente: Brillieren beim Sonnenschutz

Der Sonnenschutzmarkt in der Apotheke behauptet sich nach wie vor – auch wenn bei Stiftung Warentest, wie zuletzt im Jahr 2008, Eigenprodukte der Discounter auf den vorderen Testplätzen liegen. Sonnenschutz bedeutet nun mal Hautschutz. Und ist damit im Kompetenzbereich der Apotheke gut aufgehoben.

Nach einem langen trüben Winter wie dem vergangenen wissen wir, was wir an der Sonne haben: Sie steigert unser Wohlbefinden, streichelt Haut und Seele. Doch die Schwelle zwischen wohltuender Sonnenwärme und schädlicher Strahlendosis ist niedrig. Dies haben gerade in den vergangenen Jahren nicht nur zahlreiche und umfassende Studien gezeigt, sondern auch die praktischen Erfahrungen der Hautärzte und -kliniken.

„Die hohe Strahlenbelastung durch natürliches und künstliches Sonnenlicht hat in den letzten Jahrzehnten zu einem dramatischen Anwachsen chronischer Lichtschäden geführt“, meldet die Gesellschaft für Dermopharmazie e.V. (GD).

Aufsteiger: Produkte mit LSF 30

Sichtbares Ergebnis: Der Trend geht zu hohen Lichtschutzfaktoren (LSF). Gefragt sind LSF 30 (davon wurden laut Nielsen MAT 1/2009 im Jahr 2008 insgesamt 27 Prozent mehr Packungen verkauft als im Jahr zuvor) sowie LSF 50 (siehe Grafik). Längst ist der Schutz vor UV-A- sowie UV-B- und Infrarot-(IR)-A-Strahlen Bestandteil moderner Sonnenschutzmittel. Zudem sind die Produkte auch auf die Anwender ausgerichtet (Erwachsene oder Kinder).

Das Sonnenschutzsortiment tritt also äußerst differenziert auf – und es ist äußerst beratungsintensiv geworden. Dies allein ist einer der Gründe für die Apotheke, ihre „Sonnenschutz-Kompetenz“ nach außen darzustellen. Ein weiterer: Sonnenschutz ist Hautschutz. Und die Zahl der Menschen mit Hautproblemen – etwa mit trockener oder empfindlicher bzw. zu allergischen Reaktionen neigender Haut – nimmt immer mehr zu und sensibilisiert diese Verbraucher auch im Hinblick auf den richtigen Schutz vor der Sonne. Sonnenschutzprodukte wandern damit in den Bereich des medizinischen Hautschutzes ab – und auch dieser Punkt geht an die Apotheke.

Gabi Kannamüller (am-redaktion@springer-gup.de)

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 05/2009 auf Seite 28 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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