Sortimente: Facetten des Erkältungsmarketing

Aus gutem Grund gilt das Erkältungssortiment gegen Jahresende als Hoffnungsträger: Produkte gegen Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen sind, den Statistiken zufolge, in hohem Maße für den Umsatz im OTC-Bereich (und in der Apotheke) verantwortlich. Entsprechend wichtig ist in den kommenden Wochen das Marketing rund um Erkältungsprodukte.

Im Jahr 2007 war es vor allem den Erkältungsmitteln zu verdanken, dass das Jahresergebnis bei den OTC-Umsätzen letztlich doch noch stimmte. Auch das kalte Wetter zu Beginn diesen Jahres hat dem Umsatz mit Erkältungsprodukten weit über das erste Quartal hinaus gut getan: Im zweiten Quartal 2008 wurden mit Grippemitteln über alle Vertriebsschienen etwa elf Prozent mehr umgesetzt als in den – weitaus wärmeren – Vergleichsmonaten des Vorjahres, bei Rachentherapeutika waren es immerhin neun Prozentpunkte Umsatzzuwachs.

Absolut verlässliche Umsatzbringer sind Husten- und Schnupfenmittel jedoch nicht. Das zeigte so mancher Winter, in dem die Erkältungssaison ausblieb. Wobei nicht immer das Wetter daran schuld ist, wenn Umsatzerwartungen sich nicht erfüllen. So weisen Marktbeobachter darauf hin, dass die Verbraucher beispielsweise in den vergangenen Monaten OTC-Produkte verstärkt im Lebensmittelhandel und in den Drogerien gekauft haben – einfach des günstigeren Preises wegen.

Erkältungsmittel sorgen für Diskussionsstoff im Internet

Darüber hinaus aber haben die Marktforscher einen völlig neuen „Mitspieler“ im Markt entdeckt. Er könnte, so ihre Annahme, durchaus die Entscheidung der Verbraucher beeinflussen, welche Erkältungsprodukte sie präferieren (und damit möglicherweise auch kaufen).

Gabi Kannamüller (am-redaktion@springer-gup.de)

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 10/2008 auf Seite 29 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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