Sortimente: Kinder und Kopfläuse
Nachdem Kindergärten und Schulen im Spätsommer ihre Pforten wieder geöffnet haben, werden Mütter und Väter oftmals recht bald mit einem Problem konfrontiert: Ihre Kinder haben Läuse! Für Apotheken bietet diese, den Eltern meisten recht unangenehme Situation, einen guten Ansatz, sich als Problemlöser zu profilieren – nicht zuletzt damit, dass sie ihren Kunden eine Beratungsbrücke bauen.
Pediculus humanus capitis ist an sich harmlos: Sie überträgt keine Krankheiten und lässt sich auch relativ einfach und nachhaltig beseitigen. Die Kopflaus hat vielmehr vor allem ein Imageproblem: Seit jeher wird sie mit mangelnder Hygiene, gar mit Verwahrlosung in Zusammenhang gebracht. Genau diese Gerüchte machen es Betroffenen so schwer, offen über ihr Problem zu sprechen und es gezielt anzugehen.
Jugendliche Patientengruppe
Mit Schulbeginn werden Eltern wieder häufiger mit dieser Situation konfrontiert. Denn Läuse „wandern“ von Kopf zu Kopf, von Haar zu Haar. Und gerade Kinder in Kindergarten und Grundschule stecken gerne ihre Köpfe zusammen. Kein Wunder, dass sie die Patientengruppe stellen, die am häufigsten von der Diagnose Pedikulose betroffen ist.
Haben Kinder Läuse, ist vor allem Hartnäckigkeit gefragt. Denn einmal am Haar festgehakt, wollen die Läuse dort nicht mehr so schnell weg: Ohne Kontakt zum Kopf bekommen sie keine regelmäßige Blutmahlzeit und sind damit allenfalls zwei bis drei Tage überlebensfähig. Normale Shampoos reichen nicht aus, um die Läuse (und Nissen) zu beseitigen, nötig sind vielmehr spezielle Produkte auf chemischer sowie pflanzlicher Basis bzw. mit physikalischer Wirkung.
Das Thema gezielt herausstellen
Gerade in den Herbstmonaten können Apotheken betroffenen Eltern die Peinlichkeit des Themas nehmen, indem sie das Thema „Läuse“ gezielt ansprechen: Kunden, die beispielsweise auf eine Dekoration im Schaufenster verweisen können, tun sich mit diesem Anknüpfpunkt sehr viel leichter, ihren Stammapotheker um Rat zu fragen.
Redaktion
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 10/2008 auf Seite 28 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
